Das Werk fußt auf einer Vorlesungsreihe über das Buch Jeremia, die der norddeutsche Reformator von 1532 bis 1534 in Wittenberg hielt, als er auch den ersten Korintherbrief auslegte. Die Druckausgabe von 1546 enthält zusätzlich einen Kommentar zu den Klageliedern Jeremias. Die exegetischen Arbeiten Bugenhagens mitsamt ihren autobiografischen, theologischen und zeitgenössischen Bezügen sind erst in den letzten Jahrzehnten genauer erforscht worden. Bugenhagen erweist sich als gegenüber den anderen Reformatoren eigenständiger Schriftausleger. Es lassen sich zwei Vorbesitzer dieses Exemplars ermitteln: Christian Michael Froböß († 1707), lutherischer Pastor in Görmin bei Greifswald, der sich auf dem Titelblatt verewigt hat. Froböß ist ab 1667 als Pfarrer in Görmin und ab 1675 in derselben Funktion in Dersekow nachgewiesen. Beide Gemeinden hatten im Dreißigjährigen Krieg schwer gelitten (s. www.kirchengemeinde-dersekow.de/kirchen/dersekow/). Im Jahre 1872, rund 200 Jahre später, trug sich Julius Künzli (1834–1901) als Eigentümer des Buches ein, von 1875 bis zu seinem Tode Pfarrer der niederländisch-reformierten Gemeinde in Elberfeld, heute Stadtteil von Wuppertal (s. www.reformierte-gemeinde.de/de/gemeinde/Die-Geschichte.php). Die Titeleinfassung mit heilsgeschichtlichen Motiven stammt von Lucas Cranach d. Ä. (1472–1553). Der Drucker Peter Seitz der Ältere († 1548) war von 1534 bis zu seinem Tode in Wittenberg tätig. Die Offizin lässt sich bis 1579 in Familienbesitz nachweisen
Download Seite 1-299
Download Seite 300-599
Download Seite 600-899
Download Seite 900-1198